Beschreibung

Jonas - das ist ein siebenjähriger Junge, dem wir in der Nacht vor seinem ersten Schultag begegnen, wie er im Traum frei über dem Fjord schwebt, wie Bild um Bild vor seinen Augen entsteht. Er wird vergessen, wie es im Himmel war, wenn die Lehrerin ihn durch das Gestrüpp der Buchstaben jagt. Jonas flieht. Kehrt von seiner Meerfahrt zurück. Findet in eine neue Schule am anderen Ende der Stadt.

Jonas - das ist aber auch der alte Oberlehrer Jochumsen, der Literaturkritiker Werner, der Lehrer Marx, der Jungmann, der Priester, der kleine Bobbi..., sagt der Autor Jens Björneboe.

In der äußeren Schulhandlung geht der Sinn des Romans nicht auf. Und doch steht die Pädagogik in seinem Zentrum - Pädagogik insofern, als sie von der Frage nach dem Menschsein und dem Weg des Menschen nicht zu trennen ist. Diese stellt der Autor mit jeder Figur, die er zeichnet, ob grob oder fein, in aller Eindringlichkeit. Am tiefsten aber sind gewiß die Kinder erfaßt, allen voran Jonas.

(23.08.2012)

Produktinformation

ISBN-13: 
978-3-7725-1813-3
Einband: 
Kartoniert
Seiten: 
410

Inhaltsverzeichnis

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Wenn Gedanken weinen können, kann das Herz lachen

4

Dieses Buch habe ich vor langer Zeit gelesen, aber es hat ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit gegenüber seinem Autor hinterlassen: Oft habe ich - selbst Klassenlehrer - an Jonas gedacht, wenn mir wieder einmal die bequemen Urteile über einen unbequemen Schüler auflauerten.
Nicht alle Figuren sind in dem Roman so differenziert wie Jonas gezeichnet - er lebt schon auch von holzgeschnitzten Widersprüchen à la "Der Club der toten Dichter" oder "Die Kinder des Monsieur Matthieu". Aber die tiefe Menschlichkeit, der dieses Buch spürbar entsprungen ist, geht weit über diese Klischees hinaus.
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