Beschreibung
«Dies ist eine Geschichte über jemanden, der eine Geschichte über jemanden schreibt, der eine Geschichte über jemanden schreibt.
Der erste jemand bin ich, Dorit, die Autorin.
Der zweite jemand ist Yolande. Sie ist eine Figur, die ich erfinde, oder vielleicht sollte ich besser sagen: erschaffe ... ...
Der dritte … aber wie kann ich Ihnen von dem dritten erzählen? Sie würden mich nicht verstehen. Noch nicht. Yolande wird sich ein eigenes Leben zulegen müssen. Und ich, Dorit, kann Ihnen, dem Leser, sagen, daß ich mich vor dem eigenen Leben fürchte, das Yolande gehören wird. Denn völlig unwissentlich habe ich sie mein ganzes Leben lang mit mir herumgetragen. Deshalb schreibe ich dies. Es ist ein innerer Zwang. Als ich ihren Namen fand, fand ich sie, und jetzt muß ich ihr ein Leben geben und einen Tod, einen eigenen. Sie befreien. Yolande. Ich fand ihren Namen vor ungefähr zwei Monaten. Ich fand ihn in Chicago in der New York Times am 25. Januar, in einem Artikel zum Gedenken an den fünfzigsten Jahrestag der Befreiung von Auschwitz.»
Dorit Winter entwirft an keiner Stelle eine Fiktion, in die sich der Leser verlieren könnte. Was fragmentarisch von Yolandes Geschichte aufscheint, ist aus dem bewußten Wahrnehmen und Fragen der Autorin geboren, in deren Aufmerksamkeit Yolande lebt. Ihr Ziel ist ein Erforschen des Holocaust, ist Fragen nach karmischen Zusammenhängen zwischen Opfern und Henkern und der Generation der bald nach dem Krieg Geborenen, nach Schuld und Verzeihen. Ein Buch, das durch seine Intention des Erhellens und Verstehens etwas menschlich Zukunftweisendes hat.
«Ein aufwühlender Bericht von dem aktiven Erleben heutiger Welt durch die Bewußtseinsseele.» (Joan Almon)
«Wegen Yolande hat mich sehr angesprochen und berührt. Die Familie meines Mannes gehörte zu den Überlebenden.» (Bethe Wolfe)
(02.09.08)
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