Beschreibung
Eine Geschichte, wie sie für Tonke Dragt typisch ist: fantastisch, märchenhaft-wunderbar, abenteuerlich und einfach spannend.
«Ich komme aus den Tiefen der Erde, Magog, Magog, Magoggelchen», singen die Kinder auf dem Schulhof. Und dann ... heben sich die Steinplatten und eine Gestalt taucht aus der Erde auf! Joost, der Außenseiter, wagt es als Einziger, das Lied weiterzusingen: «Was hast du mir denn mitgebracht?» Die Antwort ist: «Ein glänzender Mondstein.»
Um den zu bekommen, muss er der Fußspur folgen, bis tief in den Wald zum Teich, wo der König der Unterwelt herrscht. Zum Glück ist er nicht allein: Sein Freund Jan begleitet ihn. Sie begegnen auch Prinz I-an, der ein dem König gegebenes Versprechen einlösen muss. Joost und I-an geraten in viele Gefahren, aber zum Glück bekommen sie Hilfe von unerwarteter Seite und es gibt jede Menge Verwandlungen, wie im Märchen.
Joost wurde ungeduldig. Hatte Magoggelchen nicht gesagt: «Du musst meinen Fußspuren folgen?» Das hatte er getan, bis an diesen Teich. Und was hatte Magoggelchen ihm versprochen? Einen blauen Mondstein! Prinz I-an war verschwunden. Irgendwo war Jan auf der Suche nach dessen Pferd. Von Magoggelchen war nichts zu merken! Oder sollte es der Teich sein, so tief, so still … Joost stand auf und lief hin. Er beugte sich vor und sah verschwommene Spiegelbilder der Bäume. Sich selbst sah er nicht. Es war ein merkwürdiger Teich, das stand fest. Aber er wollte keine Angst bekommen, o nein! Er steckte seinen Stock ins Wasser und bewegte ihn. Er rührte damit herum und rief: «Hoi – Hallo! Hier bin ich! Wo bist du?» Das Wasser bewegte sich wild, gab aber keine Antwort. Plötzlich erschrak Joost. Er spürte, dass jemand – unsichtbar – den Stock am anderen Ende festhielt. Jemand zog am Stock, hintunter in die Tiefe …
(01.09.08)
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