Beschreibung
Eine sympathisch unkonventionelle Geschichte, ganz einfach über das Leben, über Familie und Freundschaft, über Geborgenheit und Selbstständigkeit – und dazu noch ein spannender Krimi, wie so oft bei Selma Noort.
....In einer engen, dunklen Gasse auf der anderen Seite der Gracht stehen zwei Männer. «Horch mal, Lorenzo!», sagt der eine, ein langer Kerl mit hübschem Gesicht, und packt den anderen am Ärmel. «Das muss der Junge sein, von dem du mir erzählt hast.» Sie spähen über das Wasser. Als Lorenzo die Drehorgel erblickt, wird er kreidebleich und stößt einen Fluch aus. «Was ist?» «Nichts. Jedenfalls nichts, was dich angeht, Adamo. Stimmt, es ist der Junge. «Seine Stimme ist phänomenal! Und ganz untrainiert, hast du gesagt?» «Soweit ich weiß, ja.» «Komm, wir gehen näher hin.» «Nein, ich muss weg von hier. Es … ist mir zu viel los da. Womöglich erkennt mich jemand und dann geht die Fragerei wieder los …» «Aber …» «Du wirst ihn morgen Abend ja hören können! Ich muss hier weg.» Der hübsche Mann zuckt die Achseln und macht widerwillig kehrt. Lorenzo eilt hastig über die rutschigen Pflastersteine die Gasse entlang....
Pol wohnt mit seiner Mutter Lot im alten Torhaus. Sie schlagen sich gerade so durch. Aber Lot hat jetzt einen Freund, den Maler Melchior. Den mag Pol sehr gern. Und nun winkt ihm auch noch die Chance seines Lebens: Ein berühmter Sänger aus Italien, der in der Konzerthalle gastiert, entdeckt Pols Talent. Aber irgendetwas stimmt nicht mit diesem Lorenzo Romeo. Was verbirgt er und warum? Pol gerät in einen reißenden Strudel von Ereignissen. Was ist ihm wichtiger: das Singen oder seine Mutter und seine Freunde?
PRESSESTIMMEN ZU «POL UND LOT»:
«Das Buch handelt von Hilfsbereitschaft und Erziehung zur Selbstständigkeit unter schwierigsten Bedingungen. Daneben ist es eine atemberaubende Kriminalgeschichte … In den kurzen, beinahe atemlosen Sätzen ist alles durchdacht und aufeinander bezogen.» (Maja Rehbein, Erziehungskunst)
«Ein modernes Märchen voller Mut und Humor … ein zauberhaftes Buch, erfüllt von einer heiteren Leichtigkeit.» (Marion Gottlob, Die Rheinpfalz)
«Eine warmherzige, heitere, ruhig erzählte Geschichte, in der die materielle Armut nicht das zentrale Problem, sondern nur den – mehr oder weniger selbstverständlich genommenen – Hintergrund darstellt.» (Stiftung Lesen)
(22.08.08)
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