Beschreibung
Wenn die christliche Lehre das Buch der Offenbarung stets dem Buch der Natur vorgezogen hat, so geschah dies, damit sich das menschliche Bewusstsein emanzipieren konnte und zur Verinnerlichung geführt wurde. Welche Weisheit sich in der Natur verbirgt, wurde dabei weitgehend vergessen. Die Menschheit musste die Natur erst zerstören, bevor sie ihren Wert und ihre Schönheit neu entdecken konnte. Auch ein neues Natur- und Umweltbewusstsein hat unser vom Nützlichkeitsdenken geprägtes Verhältnis zur Schöpfung nicht eigentlich Naherholungsraum verändert. Schützen wir die Natur nicht bloß deshalb, weil wir sie brauchen, als Lebensgrundlage, als oder als Gegenstand selbstsüchtiger Schwärmerei? Helgo Bockemühl zeigt in einer Reihe von Begegnungen mit Naturphänomenen, wie genaue Beobachtung und andächtiges Interesse dahin führen können, der Schöpfung ihre Geheimnisse abzulauschen. In Verbindung mit dem christlichen Jahreslauf werden Beobachtungen, die man eher zufällig am Wegesrand macht, als Laute«des Gotteswortes begriffen, deren geheimer Sinn uns aus einer Vielfalt kurzweiliger Geschichten, Erlebnisberichte und Gedankenspiele auf humorvolle Weise unverhofft entgegenleuchtet.
(05.11.2010)
Produktinformation
Inhaltsverzeichnis
Schneestern und Sechsstern / Marienglas / Amethyst / Stinkquarze / Die heilige Veronika des Meisters von Flémalle / Passiflora / Der Wald, eine Kirche / Requiem im Mai 1990 / Der Schwan – Verwandlungsstufen in Natur und Mythos / Goldfasan / Seerosen / Königskerzen / Unkraut / Variationen über die Nelke / Einmal im Herbst …

