1947 – 2007: 60 Jahre Verlag Freies Geistesleben



 

Verehrte Kolleginnen und Kollegen im Buchhandel,
Redakteurinnen und Redakteure der Presse und Medien,
liebe Interessenten und Freunde,

der Verlag Freies Geistesleben ist in besonderem Maße ein Kind der Waldorfschule. Bereits 1921 hatte die Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik für die in ihrer 1919 gegründeten Freien Waldorfschule an der Stuttgarter Uhlandshöhe gepflegte Pädagogik einen Verlag der Waldorf-Astoria gegründet. Im April 1938 wurde dieser erste Waldorfschulverlag durch die Gestapo besetzt und verboten.

Als die ebenfalls seit 1938 (im März) verbotene Freie Waldorfschule in Stuttgart nach dem Krieg ihre Tätigkeit wieder aufnehmen konnte, hatte gleich 1945 der Schulverein in Anknüpfung an den früheren Waldorfverlag eine neue Verlagsgründung beschlossen. 1946 stellte die Waldorfschule gemeinsam mit der ebenfalls wieder tätigen Anthroposophischen Gesellschaft in Stuttgart den Antrag an die amerikanische Militärregierung, eine Verlagsgründung zu genehmigen. Im März 1947 wurde die Genehmigung erteilt. Der Verlag Freies Geistesleben nahm seine Tätigkeit auf, für die wieder entstehenden und neu gegründeten Freien Waldorfschulen in Deutschland die notwendige Literatur zu verlegen.

Und da eine solche Erziehungskunst, wie sie in diesen Schulen gepflegt sein will, nicht ohne Verwurzelung in den sie belebenden Erkenntnisquellen auf Dauer gedeihen kann, wurden auch immer die Grundlagen und weiteren Früchte der Anthroposophie zum Gegenstand der sich ausdehnenden Verlagstätigkeit: Eine Wissenschaft des Geistes, wie sich dieser schöpferisch im Menschen und in der Welt offenbart, sollte in den Büchern dieses Verlags für das Leben ihren Ausdruck finden. Anthroposophie und Waldorfpädagogik sind die besonderen Ausdrucksformen der zwei allgemeinen Betätigungsfelder menschlicher Kreativität: Wissenschaft und Lebenskunst.

Dass es dem Menschen immer fruchtbarer gelingt, das Leben schöpferisch aus Erkenntnis gestalten zu können, dazu möchten die Bücher des Verlags Freies Geistesleben ein Beitrag sein. – Ein Kind ist der Verlag nicht mehr, aber er fühlt sich noch jung und unternehmungslustig. Und er freut sich, wenn Sie sich mit uns über sein Dasein freuen!

Es grüßt Sie,
Ihr Jean-Claude Lin
(Verleger)

Die Stuttgarter Nachrichten porträtierten den Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus in der Reihe Verlage in Stuttgart am 13.12.2010.

 

 


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