Dorothea Rapp

Dorothea Rapp, 6.10.1920 - 30.05.2009, wuchs in Ostpreußen und in Dresden auf, wo sie das humanistische Gymnasium besuchte. Nach ihrer Heirat und der Geburt ihrer drei Kinder studierte sie 1947– 49 Kunstgeschichte in Tübingen. Danach war sie als Schriftstellerin und Essayistin tätig. Thematische Schwerpunkte ihrer zahlreichen Zeitschriftenbeiträge sind: Malerei, Literatur der Gegenwart und soziale Fragen.

Aus dem Nachruf:

Am frühen Morgen des 30. Mai ist Dorothea Rapp, langjährige Autorin des Verlages Freies Geistesleben, im Alter von achtundachtzig Jahren gestorben. Bekannt wurde sie mit zahlreichen Artikeln für die Kulturzeitschrift Die Drei über zeitgenössische Malerei und Literatur sowie über soziale Fragen. Das
Verhältnis zwischen Mann und Frau und die Begegnungen zwischen den Menschen standen zuletzt im Fokus ihrer schriftstellerischen Arbeit.

Dorothea Rapp wuchs in Ostpreußen und in Dresden auf, wo sie das humanistische Gymnasium besuchte. Nach ihrer Heirat und der Geburt ihrer drei Kinder studierte sie von 1947 – 1949 Kunstgeschichte in Tübingen. Danach war sie als Schriftstellerin und Essayistin tätig. In ihren Büchern Oktaven der Liebe und Alchemie der Nähe untersucht sie die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Liebe und der Begegnung zwischen Frau und Mann, während sie sich in ihrem zuletzt geschriebenen Werk Brücken der Freundschaft der Frage widmet, was eine Freundschaft zu einem anderen Menschen ausmacht und bedeutet.

In ihren Werken verband Dorothea Rapp philosophische Betrachtungen mit grundlegenden sozialen Beobachtungen. Ihr letztes Vorhaben, über die Brüderlichkeit zu schreiben, konnte sie leider nicht mehr verwirklichen.

Der Verlag Freies Geistesleben nimmt Abschied von einer Autorin, die es in einmalig sensibler Art vermochte, Einsichten der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft aus dem künstlerischen Schaffen der Gegenwart des 20. Jahrhunderts zu gewinnen, ja erst in diesem selbstständig zu entwickeln.

Der Frage, wie sich der Mensch selbst in der Begegnung mit dem Anderen spirituell verstehen und produktiv das Leben gestalten lernt, galt ihre wache Aufmerksamkeit.

(10.06.09)

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