Was Sara verbirgt

Lajla merkt es sofort: Sara ist wie ausgewechselt, ihr Blick leer, ihre Schlagfertigkeit verschwunden, sie hat Angst – Angst vor ihrem eigenen Schatten. Lajla muss den Mistkerl finden, der Sara vergewaltigt hat. Er darf nicht damit durchkommen! mehr >>

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eBookAuch erhältlich in allen bekannten eBook-Shops
Bewertungen:
154 Seiten
Gebunden
1. Auflage 2021
ISBN 978-3-8251-5271-0

Verlag Urachhaus

Kathrine Nedrejord
Foto: Kari Live Rønningen
Autor/in
geboren 1987, ist eine norwegische und samische Schriftstellerin, Dramatikerin und Bühnenkünstlerin. Sie schrieb bereits als Teenager und debütierte 2010. Seither lebt, arbeitet und studiert sie in Paris.

Lotta Rüegger
Übersetzer/in

Holger Wolandt
Foto: privat
Holger Wolandt
Übersetzer/in
geboren 1962 in Würzburg, studierte Nordische Philologie in München und lebt seit vielen Jahren als Autor, Übersetzer und Herausgeber in Stockholm. Unter anderem gab er Selma Lagerlöfs Erzählungen in drei Bänden heraus.

Lajla und Sara sind ein eingespieltes Team, ein Bollwerk der Freundschaft. Doch plötzlich ist alles anders. Lajla merkt es sofort: Sara ist wie ausgewechselt, ihr Blick leer, ihre Schlagfertigkeit verschwunden, sie hat Angst – Angst vor ihrem eigenen Schatten. Und selbst wenn Lajla verspricht, nicht nachzubohren – sie muss den Mistkerl finden, der Sara vergewaltigt hat. Er darf nicht damit durchkommen!

In ›Was Sara verbirgt‹ findet Kathrine Nedrejord mit größter Einsicht und Sensibilität Worte für eine Angst, Wut und Verzweiflung, die viele junge Mädchen empfinden. Sie erzählt eine bewegende, klug komponierte Geschichte über Freundschaft und Loyalität aus der Ich­-Perspektive der besten Freundin – ein effektvoller Kunstgriff, um maßvolle Distanz zu dem erschütternden Thema zu schaffen. Doch eines wird ganz klar: Nichts kann nach einer Vergewaltigung weitergehen wie bisher. Mit den Folgen muss das Opfer umgehen – und alle Menschen, die es kennen. Schweigen wäre falsch.

Ein sensibles, äußerst wichtiges Buch zu einem Thema, über das man sprechen muss.

Was Sara verbirgt
Übersetzt von Lotta Rüegger, Holger Wolandt
1. Auflage 2021
Gebunden
154 Seiten
ISBN 978-3-8251-5271-0
ab 14 Jahren
Verlag Urachhaus
Auch als eBook erhältlich in allen bekannten eBook-Shops
Original Titel: Det Sara skjuler
Original Verlag: Aschehoug
Original Sprache: Norwegisch

schrieb am
›Was Sara verbirgt‹, war mein erstes Buch von der Autorin und ich bin wirklich positiv überrascht!
Die Autorin erzählt in diesem Buch die Geschichte von Sara, die von einem »Bekannten« vergewaltigt wird.
Nach der Tat geht Sara zu ihrer besten Freundin Lajla und erzählt ihr so halb was passiert ist.
Also sie versucht es zu erzählen, kann es aber nicht wirklich, denn am liebsten möchte sie so tun, als wäre die Tat niemals passiert.
Lajla ist eine wahnsinnig tolle Protagonistin, sie versucht Sara die ganze Zeit zur Seite zu stehen und ihr zu helfen.
Sie möchte unbedingt wissen, was ihrer besten Freundin passiert ist, doch sie will Sara auch nicht drängen.
Sara war immer eine aufgeweckte und schlagfertige Person, doch das ist sie sei dem Vorfall nicht mehr. Sara zieht sich immer mehr zurück und will nicht erzählen, wer ihr das angetan hat und sie möchte auch nicht das Lajla weiter nachfragt oder sogar selbst versucht rauszufinden was passiert ist.
Doch Lajla kann und will nicht akzeptieren, dass der Täter ungestraft davonkommt und versucht die Wahrheit raus zu finden.

Die Autorin hat einen mitreißenden Schreibstil!
Am Anfang wusste ich nicht so recht, ob und wie ich das Buch finden soll. Denn Sara reagiert so komplett anders, als ich es mir vorgestellt habe, – doch ich finde es gut, dass Sara »anders« reagiert.
Lajla ist wie oben schon gesagt eine wirklich großartige Protagonistin, sie hält zu ihrer Freundin und versucht ihr zu helfen, wo sie nur kann.
Die Autorin hat das Thema »Vergewaltigung« realistisch rübergebracht, denn von der Tat selbst liest man nichts, was ich sehr gut finde.
Hier in diesem Buch geht es um die einzelnen Charaktere und wie sie mit dieser schweren Situation umgehen.

Ich konnte mich gut in Lajla hineinversetzen und muss aber auch sagen, dass ich glaube ich, anders reagiert hätte und anders agiert hätte, wenn ich in ihrer Situation wäre.