Greenglass House

Greenglass House ist nicht irgendein Gasthaus. Doch warum kommen dort mitten im Winter lauter seltsame Gäste an? Milo glaubt nicht an einen Zufall – wer könnte das auch bei so vielen Diebstählen? So beginnt er gemeinsam mit Meddy seine Detektivarbeit. mehr >>

ab 12 Jahren
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eBookAuch erhältlich in allen bekannten eBook-Shops
Bewertungen:
447 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
2. Auflage 2021
ISBN 978-3-7725-2780-7

Verlag Freies Geistesleben

Autor/in
geboren in Annapolis, Maryland, hat für Bühne und Fernsehen geschrieben, bevor sie 2010 ihren ersten Roman ›The Boneshaker‹ veröffentlichte, der sie als Jugendbuchautorin schlagartig bekannt machte. Kate Milford lebt mit ihrem Mann,

Jaime Zollars
Illustrator/in
begann schon in jungen Jahren, Kunst zu machen, aber ihre Karriere als Illustratorin begann erst in der zweiten Klasse, als sie anfing, Einhörner auf die RIngbücher und Mappen ihrer Freunde zu malen.

Alexandra Ernst
Foto: privat
Alexandra Ernst
Übersetzer/in
geboren 1965 in Wiesbaden, studierte Literaturwissenschaft und war als Presse- und Werbeleiterin in einem Verlag tätig. Seit 2000 arbeitet sie als Übersetzerin von historischen Romanen, Fantasy und Jugendliteratur. Hierfür wurde sie u. a.

Greenglass House ist nicht irgendein Gasthaus. Es hat im Laufe der Jahre viele Schmuggler beherbergt und ist nur per Standseilbahn zu erreichen. Warum kommen dort mitten im tiefsten Winter lauter seltsame Gäste an? Milo, der chinesische Adoptivsohn der Pines, die das Gasthaus führen, glaubt nicht an einen Zufall – wer könnte das auch bei so vielen rätselhaften Diebstählen? 

So beginnt er seine Detektivarbeit … Zusammen mit Meddy, der Tochter der Köchin, entschlüsselt Milo die Hinweise und löst beharrlich die Fäden des sich verdichtenden Gewebes von Geheimnissen. Wenn es ihnen gelingt, die Wahrheit über Greenglass House aufzudecken, erfahren sie vielleicht auch etwas über sich selbst.

Kate Milford wurde für ›Greenglass House‹ mit dem renommierten Edgar Allan Poe Award 2015 in der Kategorie Jugendbuch ausgezeichnet.

Greenglass House
Illustriert von Jaime Zollars
Übersetzt von Alexandra Ernst
Mit spotlackierten Schutzumschlag
2. Auflage 2021
Gebunden mit Schutzumschlag
447 Seiten
ISBN 978-3-7725-2780-7
ab 12 Jahren
Verlag Freies Geistesleben
Auch als eBook erhältlich in allen bekannten eBook-Shops
Original Titel: Greenglass House
Original Verlag: Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, Boston
Original Sprache: Englisch

 


schrieb am
Wendungsreiche, außergewöhnliche Story fernab vom Mainstream – verdientermaßen ausgezeichnet

Normalerweise ist es um Weihnachten herum immer leer im Hotel auf dem Hügel von Nagspeake – doch dieses Jahr kommen unverhofft und jeder für sich gleich mehrere seltsame Gäste. Alle führen sich so auf, als hätten sie etwas zu verbergen – und dann werden einige auch noch bestohlen. Milo, 12 Jahre alt und eigentlich gar nicht erpicht darauf, wird von der etwa gleichaltrigen Meddy, die zusammen mit der Köchin nach Greenglass House kam dazu gedrängt, das Rätsel der seltsamen Gäste zu lösen. Sie machen das als Rollenspiel und schlüpfen in andere Figuren. Milo ist nun der toughe Negret und Meddy die unsichtbare Sirin. Und tatsächlich decken sie so manches auf. Was hat es mit dem Namen Lansdegaun auf sich? Und mit dem schon lange verstorbenen Schmuggleranführer Doc Holystone? Wer ist der Dieb im Haus? Und was verbirgt sich hinter der vermeintlichen Seekarte, den Bleiglasfenstern im Haus und was bitte ist mit diesem Tor, das überall abgebildet ist? Fragen über Fragen – ob Milo/Negret und Meddy/Sirin es schaffen, hinter des Rätsels Lösung zu kommen… müsst ihr selbst herausfinden.

Nachdem ich die erst kurze Zeit ein bisschen gebraucht habe, mit dem Setting, den seltsamen Charakteren, der Geschichte selbst und dem etwas anderen Schreibstil warm zu werden, hat sie mich dann aber umso mehr gefesselt. Alles fing noch recht ruhig an, nahm dann aber Fahrt auf und wurde so richtig spannend! Mir gefällt, dass es nicht nur um die Lösung des Rätsels geht, sondern dass auch Milo´s Gefühle, seine Adoption betreffend, immer wieder Thema war. Sein Wunsch, mehr über seine Herkunft zu erfahren, seine leibliche Familie, sein Verlangen zu wissen, welches seine Wurzeln sind, um zu erfahren, wer er – neben Milo – wirklich ist. Dieser Zwiespalt kam super durch, ohne zu dominieren. Die Parallelen zwischen Rollenspiel und Realität verwischten teilweise, was ich super interessant fand. Zum Ende hin gibt es eine Wendung, die ich so absolut nicht vorausgeahnt habe und dir mir tatsächlich – ob ihr es glaubt oder nicht – Gänsehaut und Rückenschauer beschert hat. Ein Buch, das als abenteuerliches Kinderspiel begann, um dann zu einem rätselhaften Krimi aufzusteigen, nur um plötzlich wieder einen anderen Weg einzuschlagen. Großartig!
Mich wundert es nicht, dass Kate Milford für Greenglass House mit dem renommierten Edgar Allan Poe-Preis 2015 in der Kategorie Kinderbuch ausgezeichnet wurde.

Die Altersempfehlung (ab 12 Jahren, frühestens!) ist für mich nachvollziehbar – jünger sollten die Kinder nicht sein, da das Gesamtpaket schon anspruchsvoll ist. Die vielen, detailreichen Figuren, die Geschichten dahinter, die Zwischentöne – ein kleines Gesamtkunstwerk.

Zum Cover: es passt hervorragend zur Story, sieht man darauf doch das Greenglass House in der Winterzeit sowie die beiden Kinder. Ein Cover, das neugierig macht.

schrieb am
Tolle Geschichte für jung und alt, die mich begeistert hat

Das war Mal ein echter Genuss. Ich war so begeistert, dass die Seiten nur so dahin flogen und mich störte hier nicht Mal, dass die Geschichte im Winter spielt, obwohl wir Sommer haben, was bei mir normalerweise immer so ist. Aber diesem Setting kann man sich einfach genauso wenig entziehen, wie dem flüssigen und bildhaften Schreibstil. Das Setting ist zwar beschränkt auf das Gästehaus, welches man nur mit der Seilbahn erreichen kann, aber das schränkt die Geschichte keineswegs ein. Im Gegenteil. Alles wirkt faszinierend und abenteuerlich, was nochmal besonders durch die Dachbodenkammer und die Buntglasfenster rüberkommt. Für mich hatte das Haus was geisterhaftes an sich aber auch Charme.

Die 12Jährigen Kinder Milo und Meddi haben mich gepackt, denn sie beginnen ein Rollenspiel in dem sie zu Detektiven werden, um die seltsamen Dinge aufzuklären, die auf einmal im Haus passieren. Es scheint als wären alle plötzlich aufgetauchten Gäste etwas seltsam und hätten Geheimnisse die mit den Geschehnissen in Verbindung stehen, obwohl alle einzeln angereist sind und nichts miteinander zu tun haben können. Aber Milo und Meddi haben da schon eine Idee und kommen auf abenteuerliche Weise mit tollen Ideen der Wahrheit immer näher.

Mich hat die Geschichte wirklich überrascht. Ja, sie ist ein wenig vorhersehbar, aber das nimmt der Spannung und dem Abenteuer nichts. Ich hatte wirklich Spass und kann diese Geschichte voller interessanter Ideen, Schmuggler, Geister und Detektive sehr empfehlen. Denn sie bietet jung und alt gleichermaßen Lesespass und Abenteuer.

schrieb am
Hotel voller Ràtsel

Eigentlich hat sich Milo auf eine ruhige Weihnachtswoche alleine mit seinen Eltern gefreut. Denn Milos Eltern betreiben ein Hotel, das "Greenglass House", und normalerweise erwarten die Pines an diesen Tagen keine Gäste, sodass Milo seine Eltern nur für sich hat.
Doch dann trudelt plötzlich ein Gast nach dem anderen ein, unangemeldet, einer seltsamer als der andere. Noch dazu scheinen sie alle etwas im Schilde zu führen.
Zum Glück hilft Meddy, die Tochter der Köchin, die Gäste mit Milo im Auge zu behalten. Das war es wohl mit der Ruhe.

So eine süße Detektivgeschichte!
Das Buch platzt fast vor lauter Geheimnissen und Rätsel die es zu lösen gilt. Das liegt vor allem am Hotel und seine unwirtliche Lage. Es ist nur mit der Seilbahn erreichbar und liegt etwas versteckt, deswegen ist das Hotel besonders bei den Schmugglern der Gegend beliebt. Das Hotel ist ziemlich alt und wegen seiner bunten Fenster berühmt.
Durch Zufall stoßen Milo und Meddy auf etwas Verstecktes und ehe die beiden wissen wie ihnen geschieht, befinden sie sich auch schon auf eine aufregende Schatzsuche. Dabei schlüpfen sie gleichzeitig in die Figuren ihres Rollenspiels. Kein Versteck im Haus ist vor den beiden sicher. Und davon gibt es eine Menge.

Die Ablenkung tut gut, denn das Wetter ist umgeschlagen und das Haus eingeschneit. Keiner kann weg.
Die Stimmung gefiel mir gut mit dem eingeschneit sein. Es wird viel Zeit im großen Wohnzimmer verbracht das ganz gemütlich ist, mit seinem prasselnden Kaminfeuer und dem funkelnden Weihnachtsbaum. Über kurz oder lang bleibt auch den Gästen nichts anderes übrig, als Zeit miteinander zu verbringen. Es werden Geschichten erzählt die mit dem Haus zu tun haben, die vielleicht wahr sind oder auch nicht. Eingelullt mit Tee und Kuchen erzählt der ein oder andere Dinge, die er eigentlich nicht so sagen wollte.
Die Figuren sind alle ziemlich schrullig, zumindest speziell. Jeder von ihnen hat einen anderen Grund im Hotel zu sein. Es gibt ständig viel Aufregung, oft auch Streit unter ihnen. Aber das war auch lustig zu lesen wie sie sich gegenseitig misstrauen und immer auf der Hut sind.

Ein anderer Erzählstrang hatte mit Milo und seiner Vergangenheit zu tun. Er ist eigentlich von den Pines adoptiert worden, und Milo hat ständig ein schlechtes Gewissen dabei, wenn er sich vorstellt, wie wohl seine richtigen Eltern gewesen sein könnten. Er fühlt sich dann schuldig und undankbar und er muss erst noch einiges über sich selbst lernen.
Milo ist ein toller kleiner Kerl mit dem Herz am richtigen Fleck.
Er ist auch der Erzähler in der Ich-Form. Dabei erfährt der Leser nie mehr als Milo selbst. So kann man mit ihm zusammen die vielen Rätsel um "Greenglass House" lösen.
Bis auf ein paar kleine Längen hat mich das Buch echt gut unterhalten.

schrieb am
Seit Jahren fasziniert mich das Cover dieses Buches und obwohl die Fortsetzungen (noch?) nicht ins deutsche übersetzt wurden, war ich zu neugierig auf die Geschichte! Denn nicht nur das Cover spricht mich an, auch der Klappentext über ein Schmugglermotel und detektivische Spürnasen hat mich sehr gereizt!

Gleich zu Beginn merkt man schon ein ganz besonderes Gespür der Autorin für die Gedanken- und Gefühlswelt von Kindern. Der Protagonist Milo Pine ist adoptiert - und warum Kate Milford dieses Thema mit in den Mittelpunkt gerückt hat, kann man im Nachwort nachlesen und sie überzeugt durch ihre besonders feinfühlige Art, damit in der Geschichte umzugehen.

In den Weihnachtsferien ist im Schmugglerhotel der Pines zumeist wenig los, weshalb sich der 12jährige Milo auf eine besonders ruhige und entspannte Zeit mit seinen Eltern freut; bis plötzlich unerwartete Gäste auftauchen. Die vielen Charaktere waren alle sehr prägnant, aber auch geheimnisvoll und man hat von Anfang an gespürt, dass Milo einige Abenteuer bevorstehen.
Dazu kommt dieses geniale Hotel mit seiner abgelegenen Lage, den vielen Zimmern und gemütlichem Flair und den besonderen Buntglasfenstern, die eine wichtige Rolle bei dem ganzen spielen.

Ums spielen geht es auch bei Milo und Meddy, denn sie zeigt ihm, wie genial man sich die Zeit vertreiben kann, in dem man in andere Rollen schlüpft - und zwar anhand von Pen and Paper Kriterien. Das heißt, dass man sich einen Charakter aussucht, der gut zu den Eigenschaften passt, die man gerne verkörpern würde. Man gibt ihm einen eigenen Namen und Attribute, die ihn in all seinen Fähigkeiten unterstützen sollen.
Dabei kann man zu einem waghalsigen Dieb werden, einem elementaren Zauberer oder einer schlagkräftigen Kriegerin, je nachdem, was man gerne sein möchte. Wer - wie ich - Fan von online Rollenspielen ist oder wie hier auch gerne die alte, klassische Art wird hier großen Spaß haben!

Ein wunderbares Beispiel, die Fantasie anzuregen, die bei vielen Kids heutzutage leider völlig verloren gegangen zu sein scheint... Überhaupt geht es hier viel um die Vorstellungskraft, um die Magie der Kinder, die sich in "ihren Märchen" stärken und daraus lernen können.
Auch andere Geschichten werden erzählt, die die Handlung unterstützen und zu dem großen Rätsel beitragen bzw. dazu beitragen es aufzulösen, was all die Gäste um die Weihnachtszeit in das Schmugglerhotel der Pines gebracht hat.

Dabei geht es um verschiedene Dinge, aber alle tragen eine gewisse Sehnsucht in sich, sind auf der Suche, genauso wie Milo, der durch seine Adoption immer wieder den Wunsch verspürt, mehr über seine leiblichen Eltern zu erfahren. Dabei geht die Autorin aber sehr behutsam vor und vor allem das Verhalten der Eltern dazu ist so achtsam und verständnisvoll, das einem dabei das Herz aufgeht.
Es ist aber kein trauriges Buch und das Thema steht auch nicht so im Fokus, sondern schwingt immer ein bisschen mit. Es gibt ein paar rührende Momente, ruhige Momente, aber auch vieles an Spannung und Abenteuer, das in genau der richtigen Mischung ein äußerst unterhaltsames Gesamtbild ergibt.

Vor allem die Überraschung zum Ende hin hat mich total überrumpelt! Überhaupt ist es sehr unvorhersehbar und hat mich immer wieder rätseln lassen, wohin die Autorin mich wohl führen wird; auch ein sehr positiver Pluspunkt, der selten zu finden ist!

Was mich etwas gestört hat ist die Bezeichnung "Sohnemann", die Milos Eltern ihm gegenüber immer wieder verwenden - liegt es an der Übersetzung? Ich weiß es nicht, aber ich mag die Bezeichnung einfach nicht seinem Kind gegenüber, das klingt so förmlich ... Aber das fließt natürlich nicht in die Bewertung ein, so schlimm empfand ich es dann auch nicht :D

Insgesamt hat es mich jedenfalls sehr positiv überrascht; auch ist es einfach, aber dem Alter entsprechend anspruchsvoll geschrieben mit vielen Details, durch die man noch etwas lernen kann - vor allem aber über die empathischen Antennen untereinander.

schrieb am
GEHEIMNISVOLLER WINTER
Milo betreibt mit seinen Eltern das alte Schmuggler-Hotel "Greenglass House". Die Winterferien beginnen und Milo freut sich, endlich mal mit seinen Eltern allein zu sein. Denn um diese Jahreszeit erwarten sie normalerweise keine Gäste. Doch gerade als er seine letzte Mathehausaufgabe vor den Ferien gelöst hat, klingelt die Glocke vom Whilforber Wirbelwind – das ist das Fahrzeug, mit dem Gäste den kleinen Hügel hinauffahren, auf dem das Hotel steht. Hinein kommt ein Mann mit lila-orange-gestreiften Socken, der behauptet, Mr. Vinge zu heißen! Milo fällt fast aus allen Wolken. Und es bleibt nicht nur bei Mr. Vinge – in diesen Ferien begrüßt die Familie noch viele weitere, unerwartete Besucher! Milo tut sich mit der Tochter der Köchin zusammen und geht dem Geheimnis auf die Spur…

Mir gefällt das Buch sehr gut, weil es nicht nur super spannend geschrieben ist, sondern weil es auch viele „Überraschungsmomente“ gibt, also Situationen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hab. Außerdem konnte ich mich auch sehr gut in Milo hineinversetzen und mir vorstellen, wie es ihm geht.