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Auf der Suche nach Mitteleuropa

Eine Lebensreise zwischen West und Ost im 20. Jahrhundert.

Nachkriegszeit im geteilten Deutschland. Eine junge Frau unterwirft sich den mühsamen Einreiseprozeduren an der innerdeutschen Grenze. mehr >>

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220 Seiten
Gebunden
1. Auflage 2008
ISBN 978-3-7725-1944-4

Verlag Freies Geistesleben

geboren 1930 in Berlin, studierte Eurythmie bei Else Klink. Ab 1956 war sie als Eurythmistin in Dresden tätig, bevor sie 1961 zurück in den Westen floh. Ab 1966 unterrichtete sie in Göttingen in Kursen für Studenten und Kindergruppen,

Nachkriegszeit im geteilten Deutschland. Eine junge Frau unterwirft sich den mühsamen Einreiseprozeduren an der innerdeutschen Grenze. Doch ihr Ziel ist nicht das Wirtschaftswunderland Bundesrepublik, sondern der kommunistische Osten, wo sie sich eine Zukunft als Eurythmistin erhofft.
Eine Lebensreise beginnt, deren Ziel jenseits des geografisch und ideologisch gespaltenen Europa liegt – und dennoch mitten hineinführt. In einem bewegenden Lebensrückblick wird die Suche nach Mitteleuropa als geistig-kulturellem Ort zur existenziellen Aufgabe und zugleich zum Ausdruck für die grenzüberschreitende, völkerverbindende Mission Deutschlands, die während der Naziherrschaft auf grausamste Weise pervertiert wurde.

Die Grenze zwischen Ost und West, die wenig später zur Mauer erstarrte und ‹eiserner Vorhang› genannt wurde, war nicht nur von einem Todesstreifen begleitet, sondern sie war ein Band der Extremsituationen mitten durch Deutschland. Einerseits entstanden an den Grenzstationen Zusammenballungen von starken Emotionen, von atembeklemmenden Ängsten und Schweißausbrüchen. Es waren aber auch Orte der angespannten Selbstbeherrschung, des Sich-behaupten-Könnens, wiederum des Lügens, des Betruges und ebenfalls der anonymen Machtentfaltung … Waren diese Grenzübergänge mit ihrer Abgründigkeit und ihren Verunsicherungen nicht echte Prüfungsmomente, die sich gleichsam wie Abbilder der Folgen innerer, freiwillig auf sich genommener Entwicklungsschritte als Schwellensituation auszunehmen scheinen?

Gegen den Strom, zwischen den Welten, über Grenzen hinweg – ein Lebensweg als Horizonterweiterung.
Die Suche nach Mitteleuropa wird zur biografischen Suche nach der eigenen Mitte – der Entschluss, äußere und innere Grenzen zu überschreiten, zum Beitrag, die Wunden der deutschen Teilung zu schließen.

In der Ausgabe März 2009 des lebensmagazins a tempo 

Auf der Suche nach Mitteleuropa
Eine Lebensreise zwischen West und Ost im 20. Jahrhundert.
ca. 20 Abb.
1. Auflage 2008
Gebunden
220 Seiten
ISBN 978-3-7725-1944-4
Verlag Freies Geistesleben
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